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Löslicher Transferrinrezeptor

Ein Marker für den Eisenbedarf der Zellen. Anders als Ferritin wird er von Entzündungen kaum beeinflusst — er deckt einen verborgenen Eisenmangel auf.

Andere Namen: Löslicher Transferrinrezeptor, sTfR Bereich: Eisenstatus
Kurz gesagtsTfR zeigt, wie stark die Zellen nach Eisen verlangen. Eine typische Referenz liegt bei 12,2–27,3 nmol/L (etwa 1040–2320 ng/mL). Sein Hauptvorteil ist die Unabhängigkeit von Entzündungen: Wenn Ferritin bei chronischer Erkrankung trügerisch normal aussieht, deckt ein erhöhtes sTfR den echten Mangel auf.

Referenzbereiche

GruppeReferenzbereich
Erwachsene — typischer Bereich (internationale Referenz, kein nationaler Standard)12,2–27,3 nmol/L (≈ 1040–2320 ng/mL)
Bereich aus dem Labcorp-Testverzeichnis (internationale Referenz, kein nationaler Standard). Die Umrechnung in Masse ist näherungsweise (Molekulargewicht des Monomers ≈ 85 kDa). Es gilt die Referenz des Befunds. Referenzbereiche unterscheiden sich zwischen Laboren und Testverfahren — maßgeblich ist der Bereich auf Ihrem eigenen Laborbefund.

Prüfen Sie Ihren Wert

Geben Sie die Zahl aus Ihrem Laborbericht ein und sehen Sie, wie sie im Vergleich zum üblichen Bereich liegt. Achten Sie auf die Einheiten in der gewählten Zeile.

Ein grober Vergleich mit einem üblichen Bereich, keine Diagnose. Referenzbereiche variieren zwischen Laboren — prüfen Sie den Bereich auf Ihrem eigenen Bericht und lassen Sie das Ergebnis von einer Fachkraft interpretieren.

Was ist dieser Marker

Transferrinrezeptoren sitzen auf der Zelloberfläche und fangen Eisen aus dem Blut ein; ihr löslicher Anteil folgt der Erythrozytenbildung und dem Eisenbedarf der Gewebe. Fehlt Eisen, zeigen die Zellen mehr Rezeptoren.

Der sTfR/log-Ferritin-Index schärft die Unterscheidung zwischen Eisenmangelanämie und Anämie bei chronischer Erkrankung noch weiter.

Wann ist er erhöht

EisenmangelDie Zellen zeigen mehr Rezeptoren, um Eisen einzufangen — der Spiegel steigt schon, bevor sich eine Anämie entwickelt.
Gesteigerte ErythrozytenbildungHämolyse und Blutverlust beschleunigen die Blutbildung und erhöhen ebenfalls das sTfR.

Wann ist er erniedrigt

Verminderte ErythrozytenbildungAplastische Prozesse und Knochenmarkhemmung senken den Spiegel.

Was das Ergebnis verfälschen kann

Diese Faktoren können den Wert ohne Krankheit verändern — vor einer Kontrolle zu bedenken:

Tempo der Erythrozytenbildung (Hämolyse, Blutverlust)Große Höhe

Vorbereitung

8–12 Stunden nüchtern; Abnahme zusammen mit Ferritin und dem Eisenstatus.

Wann eine Kontrolle sinnvoll ist

Ein auffälliges Ergebnis wird nach Empfehlung der Hämatologie zusammen mit Ferritin und CRP verfolgt.

Wer dieses Ergebnis üblicherweise bewertet

Ein Ergebnis außerhalb des Referenzbereichs wird üblicherweise bewertet von: Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt; bei auffälligen Ergebnissen Hämatologie. Bringen Sie Ihren Laborbericht und frühere Ergebnisse zum Termin mit.

Namen im Laborbericht

Ihr Befund kann einen dieser Namen verwenden:
sTfRLöslicher Transferrinrezeptor

Einheiten und Umrechnung

Gemessen in: nmol/L

1 nmol/L ≈ 85 ng/mL (näherungsweise Umrechnung, Molekulargewicht des Monomers ≈ 85 kDa)

Mehrere Marker auf Ihrem Bericht?

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Häufige Fragen

Wann ist sTfR am nützlichsten?
Wenn ein Mangel zusammen mit einer Entzündung auftritt: Das Ferritin erscheint fälschlich normal, während sTfR den tatsächlichen Eisenbedarf zeigt.
Was ist der sTfR/log-Ferritin-Index?
Ein berechnetes Verhältnis, das Eisenmangelanämie und Anämie bei chronischer Erkrankung noch genauer unterscheidet.
Warum gibt es ihn nicht in jedem Labor?
Der Test ist teurer und weniger standardisiert als Ferritin; er bleibt komplexen diagnostischen Situationen vorbehalten.

Quellen

  1. Soluble Transferrin Receptor (test directory) — Labcorp. Abgerufen: 31. August 2026.

Weiterführende Artikel

Siehe auch