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Hb und HGB im Blutbefund: Hämoglobin unter jedem Namen

Zwei Abkürzungen, ein Eiweiß: was die Hämoglobinzeile eines Blutbilds tatsächlich misst und was man dazu liest.

Kurz gesagtHb und HGB sind zwei Schreibweisen derselben Messung: Hämoglobin, das eisenreiche Eiweiß in roten Blutkörperchen, das Sauerstoff transportiert. Die Abkürzung hängt von der Tradition des Labors ab; die Zahl wird zusammen mit Hämatokrit und Erythrozytenzahl gelesen.

Wofür die Buchstaben stehen

Hämoglobin ist das Eiweiß in den roten Blutkörperchen, das in der Lunge Sauerstoff aufnimmt und ihn an den Rest des Körpers abgibt. Es ist eisenreich, deshalb hängen Eisenstatus und Hämoglobin so eng zusammen. Im Blutbild erscheint die Zeile als Hb oder HGB — beides ist eine Kurzform für denselben Messwert, und die Wahl der einen oder anderen ist eine Frage des Berichtsstils des Labors, kein anderer Test.

Weil Hämoglobin in den roten Blutkörperchen sitzt, bewegt sich seine Konzentration mit der Zahl der Zellen, die es tragen. Deshalb gibt das Blutbild es als Teil einer Familie an: Erythrozytenzahl, Hämatokrit und Erythrozytenindizes stehen in benachbarten Zeilen und erklären sich gegenseitig.

Warum es die Anämie-Zeile ist

Von allen Zeilen des Blutbilds ist das Hämoglobin diejenige, die die Anämie definiert: Zu wenig davon bedeutet, dass das Blut weniger Sauerstoff transportiert als es sollte, und das Ergebnis sind Müdigkeit, Schwäche und Atemnot, die viele Menschen überhaupt erst ins Labor führen.

Das Blutbild misst das Hämoglobin direkt, und derselbe Befund liefert den Zusammenhang für einen niedrigen oder hohen Wert — Größe der roten Blutkörperchen, ihre Zahl und den Hämatokrit. Ein niedriges Hämoglobin mit kleinen roten Blutkörperchen weist in eine andere Richtung als eines mit großen, deshalb wird die Zeile nie allein gelesen.

Was die Zahl bewegt

Das Hämoglobin spiegelt Eisenversorgung, Vitamin-B12- und Folsäurestatus, Blutverlust und den allgemeinen Zustand der Erythrozytenbildung im Knochenmark wider. Es bewegt sich auch mit einfacher Physiologie: Höhenlage, Schwangerschaft und Flüssigkeitshaushalt verschieben den Wert ganz ohne Krankheit.

Für die Leserin oder den Leser eines Befunds ist der praktische Schritt immer derselbe: den Wert mit dem Referenzbereich auf diesem Befund vergleichen — Labore verwenden unterschiedliche Methoden und damit unterschiedliche Bereiche — und dann die benachbarten Erythrozytenzeilen ansehen, bevor man Schlüsse zieht.

Wie derselbe Wert in verschiedenen Befunden erscheint

  • Hb — die Kurzform auf modernen automatischen Befunden und Ausdrucken patientennaher Tests
  • HGB — die längere englische Abkürzung, die viele Labore verwenden
  • Hämoglobin — der ausgeschriebene Name auf Befunden, die für Patientinnen und Patienten geschrieben sind

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Häufige Fragen

Sind Hb und HGB zwei verschiedene Tests?
Nein. Beides sind Abkürzungen für Hämoglobin, das sauerstofftragende Eiweiß der roten Blutkörperchen. Labore wählen die eine oder andere Schreibweise; dahinter steht dieselbe Zeile des Blutbilds.
Was bedeutet ein niedriges Hämoglobin?
Es definiert die Anämie: Das Blut transportiert weniger Sauerstoff als es sollte. Die Ursache wird aus den benachbarten Zeilen — Größe und Zahl der roten Blutkörperchen — sowie aus dem Status von Eisen, B12 und Folsäure und einer möglichen Blutverlustgeschichte gelesen.
Warum unterscheidet sich der Referenzbereich meines Befunds von einem, den ich online gefunden habe?
Labore verwenden unterschiedliche Testverfahren und daher unterschiedliche Referenzbereiche. Ein Ergebnis kann nur mit dem Bereich auf demselben Befund verglichen werden, nicht mit Bereichen aus anderen Quellen.

Quellen

  1. Complete Blood Count (CBC): MedlinePlus Medical Test — MedlinePlus, National Library of Medicine. Abgerufen: 29. August 2026.
  2. How to Understand Your Lab Results: MedlinePlus Medical Test — MedlinePlus, National Library of Medicine. Abgerufen: 29. August 2026.

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