DE

Estradiol

Das wichtigste Östrogen — bei Frauen schwankt sein Spiegel mit dem Zyklus, bei Männern bleibt er niedrig und stabil.

Andere Namen: E2, 17-beta-Estradiol Bereich: Hormone
Kurz gesagtBei Männern liegt der übliche Bereich bei 10–50 pg/mL (36,7–183,6 pmol/L). Bei Frauen vor der Menopause bei 30–400 pg/mL (110–1468,4 pmol/L), je nach Zyklusphase; nach der Menopause sinkt er auf 0–30 pg/mL (0–110 pmol/L).

Referenzbereiche

GruppeReferenzbereich
Männer10–50 pg/mL (36,7–183,6 pmol/L)
Frauen vor der Menopause30–400 pg/mL (110–1468,4 pmol/L)
Frauen nach der Menopause0–30 pg/mL (0–110 pmol/L)
Die Normalbereiche unterscheiden sich leicht zwischen Laboren. Bei Frauen vor der Menopause schwankt der Spiegel mit der Zyklusphase, daher zählt der Tag der Abnahme.

Prüfen Sie Ihren Wert

Geben Sie die Zahl aus Ihrem Laborbericht ein und sehen Sie, wie sie im Vergleich zum üblichen Bereich liegt. Achten Sie auf die Einheiten in der gewählten Zeile.

Ein grober Vergleich mit einem üblichen Bereich, keine Diagnose. Referenzbereiche variieren zwischen Laboren — prüfen Sie den Bereich auf Ihrem eigenen Bericht und lassen Sie das Ergebnis von einer Fachkraft interpretieren.

Was ist dieser Marker

Estradiol ist das wichtigste im Blut gemessene Östrogen. Bei Frauen wird es von den Eierstöcken gebildet — in der Schwangerschaft auch von der Plazenta; bei Männern gibt vor allem der Hoden eine kleine Menge ab, wo Estradiol hilft, ein zu frühes Absterben von Spermien zu verhindern. Östrogentests können Estradiol (E2), Estron (E1) oder Estriol (E3) messen.

Der Test prüft, wie gut Eierstöcke, Plazenta oder Nebennieren arbeiten. Er wird bei Zeichen eines Eierstocktumors angeordnet, wenn sich männliche oder weibliche Körpermerkmale nicht normal entwickeln oder wenn die Periode ausgeblieben ist — der Estradiolspiegel schwankt im Monatsverlauf. Er zeigt auch, ob eine Hormontherapie in den Wechseljahren wirkt und ob eine Frau auf eine Kinderwunschbehandlung anspricht, und dient der Überwachung bei Hypophyseninsuffizienz und bestimmten Kinderwunschbehandlungen.

Ein gesunder Spiegel hängt von Alter, Geschlecht, Testanlass, Art des gemessenen Östrogens und den Ergebnissen anderer Tests ab. Bei Männern verändern sich die Östrogenspiegel im Leben kaum, daher ist ein hoher Wert meist ein Zeichen einer Erkrankung wie Unfruchtbarkeit oder eines östrogenbildenden Tumors. Bei Frauen verändern sich die Spiegel stark: Sie steigen in der Pubertät, sind in der Schwangerschaft am höchsten und sinken nach der Menopause. Weil sich der Spiegel so oft ändert, wird der Test eventuell wiederholt, um einen Verlauf zu sehen.

Die üblichen Bereiche: Männer 10–50 pg/mL (36,7–183,6 pmol/L); Frauen vor der Menopause 30–400 pg/mL (110–1468,4 pmol/L); Frauen nach der Menopause 0–30 pg/mL (0–110 pmol/L). Vor dem Test müssen bestimmte Nahrungsergänzungen und Medikamente — etwa die Antibabypille und die Hormontherapie in den Wechseljahren — eventuell nach ärztlicher Anweisung pausiert werden.

Wann ist er erhöht

Bei Männern — meist ein WarnsignalWeil die männlichen Östrogenspiegel lebenslang stabil bleiben, weist ein hoher Wert meist auf eine Erkrankung wie Unfruchtbarkeit oder einen östrogenbildenden Tumor hin.
Frühe Pubertät bei MädchenEine Pubertas praecox gehört zu den Störungen, die mit einem auffälligen Estradiolergebnis verbunden sind.
Gynäkomastie bei MännernEin krankhaft vergrößertes Brustwachstum bei Männern ist mit einem auffälligen Estradiol verbunden.
Genetische ErkrankungenKlinefelter-Syndrom und Turner-Syndrom sind mit auffälligen Estradiolergebnissen verbunden.

Wann ist er erniedrigt

Menopause und verminderte EierstockfunktionDie Spiegel sinken nach der Menopause, und eine verminderte Funktion der Eierstöcke (Ovarialinsuffizienz) senkt das Estradiol in jedem Alter.
Ausbleibende PeriodeEine Amenorrhö bei Frauen gehört zu den Störungen, die mit auffälligen Estradiolergebnissen verbunden sind.
Schneller Gewichtsverlust oder wenig KörperfettBeides kann das Estradiol unter den Bereich drücken.

Was das Ergebnis verfälschen kann

Diese Faktoren können den Wert ohne Krankheit verändern — vor einer Kontrolle zu bedenken:

ZyklusphaseAntibabypille und Hormontherapie in den WechseljahrenBestimmte andere Nahrungsergänzungen und MedikamenteSchwangerschaft — die Werte sind am höchsten

Vorbereitung

Bestimmte Nahrungsergänzungen und Medikamente — etwa die Antibabypille und die Hormontherapie in den Wechseljahren — müssen eventuell vor dem Test abgesetzt werden. Die Ärztin oder der Arzt sollte alles kennen, was Sie einnehmen; nichts wird ohne ärztlichen Rat abgesetzt.

Wann eine Kontrolle sinnvoll ist

Weil sich die Östrogenspiegel bei Frauen so oft ändern, wird der Test eventuell wiederholt, um einen Verlauf zu sehen, statt nach einer einzelnen Abnahme zu urteilen. Bei Kinderwunschbehandlung und Hormontherapie sind Messreihen der übliche Einsatz des Tests.

Wer dieses Ergebnis üblicherweise bewertet

Ein Ergebnis außerhalb des Referenzbereichs wird üblicherweise bewertet von: Gynäkologie oder Endokrinologie; während einer Kinderwunschbehandlung Reproduktionsmedizin. Bringen Sie Ihren Laborbericht und frühere Ergebnisse zum Termin mit.

Namen im Laborbericht

Ihr Befund kann einen dieser Namen verwenden:
E2E2-TestEstradiol-TestEstron (E1)Estriol (E3)Östrogentest

Einheiten und Umrechnung

Gemessen in: pg/mL

pg/mL = pmol/L
pg/mL × 3,672 = pmol/L. Beispiel: 50 pg/mL = 183,6 pmol/L. Die Ergebnisse werden auf 2 Nachkommastellen gerundet.

Mehrere Marker auf Ihrem Bericht?

Sehen Sie, wie MedProtect Ergebnisse in der App erklärt: der ganze Bericht, eine Prüfung der erkannten Werte und eine klare Aufschlüsselung.

Häufige Fragen

Warum spielt der Zyklustag eine Rolle?
Bei Frauen vor der Menopause schwankt das Estradiol über den Zyklus, daher bedeutet dieselbe Zahl an verschiedenen Tagen Verschiedenes. Die Ärztin oder der Arzt bewertet das Ergebnis vor dem Hintergrund der Zyklusphase — und ordnet manchmal eine Messreihe an, um den Verlauf zu sehen.
Brauchen Männer diesen Test?
Ja, in bestimmten Situationen. Bei Männern ist das Estradiol normalerweise niedrig und stabil, daher weist ein hoher Wert meist auf eine Erkrankung wie Unfruchtbarkeit oder einen östrogenbildenden Tumor hin; ein krankhaft vergrößertes Brustwachstum (Gynäkomastie) ist ein weiterer Grund.
Welche Medikamente beeinflussen das Ergebnis?
Die Antibabypille und die Hormontherapie in den Wechseljahren sind die häufigsten — sie müssen eventuell vor der Abnahme nach ärztlicher Anweisung pausiert werden.

Quellen

  1. Estrogen Levels Test: MedlinePlus Medical Test — MedlinePlus, National Library of Medicine. Abgerufen: 29. August 2026.
  2. Estradiol blood test: MedlinePlus Medical Encyclopedia — MedlinePlus, National Library of Medicine. Abgerufen: 29. August 2026.

Weiterführende Artikel

Siehe auch